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Kennzeichnung

Zutaten

Das Zutatenverzeichnis informiert über die bei der Herstellung des Lebensmittels verwendeten Zutaten. Sie müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgelistet werden. Was in der Zutatenliste zuerst steht, ist am meisten enthalten. Wird eine Zutat in der Verkehrsbezeichnung erwähnt oder durch Abbildungen hervorgehoben, besteht die Verpflichtung zur Angabe ihres prozentualen Anteils am Lebensmittel. Diese Mengenkennzeichnung von Zutaten soll den Verbrauchern ebenfalls den Vergleich zu anderen Lebensmitteln ermöglichen. Sie bezieht sich deshalb auf die wertgebenden Zutaten.

Wenn also auf der Verpackung eines Mehrfruchtsaftes Äpfel, Birnen und Orangen abgebildet sind, muss auch drauf stehen, wie viel Prozent Apfel-, Birnen- und Orangensaft drin sind. Oder wenn auf dem Schokoladenpudding steht, dass er "extra viel Schokolade" enthält, dann steht im Zutatenverzeichnis auch exakt, wie viel Prozent Schokolade. Gleiches gilt, wenn in der Verkehrsbezeichnung eines Produktes eine bestimmte Zutat benannt wird. So muss z. B. beim Erdbeerjoghurt der Anteil der Erdbeeren und bei Pizza Champignon der Anteil der Champignons angegeben werden. Wichtig ist die Angabe der Menge auch bei Zutaten, die typisch für das Lebensmittel sind und ausschlaggebend für die Unterscheidung ähnlicher Produkte untereinander. So hat Mayonnaise in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten auch unterschiedliche Fettgehalte. Welche Mayonnaise wie viel Prozent Fett enthält, lässt sich im Zutatenverzeichnis nachlesen. Schließlich wird auch bei solchen Zutaten die Menge angegeben, die man automatisch mit der Verkehrsbezeichnung verbindet, z. B. ist allgemein bekannt, dass "Rote Grütze" rote Früchte enthält. Also klärt das Zutatenverzeichnis darüber auf, wie viel rote Früchte enthalten sind. In der Regel sind das bei einer Roten Grütze 50 Prozent Früchte oder mehr.
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