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Herkunft

Das Thema Herkunftskennzeichnung ist ein Thema, das nicht nur die Verbraucher und die Lebensmittelwirtschaft beschäftigt. Der Europäische Gesetzgeber prüft derzeit, ob und in welchem Umfang die bereits bestehenden Verpflichtungen zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln und ggf. auch ihrer Zutaten ergänzt werden soll. Dieser Prüfauftrag ist in der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) festgelegt, die im November 2011 verabschiedet worden ist.

Bei Rindfleisch muss bereits seit einigen Jahren der Herkunftsort angegeben werden. Zuletzt wurde beschlossen, dass ab 2015 auch bei Schweine-, Geflügel- sowie Schaf- und Ziegenfleisch die Herkunft ausgewiesen werden muss. Das gilt für frisches, gekühltes und gefrorenes Fleisch. In der Regel sind zwei Angaben erforderlich, das Land, in dem die hauptsächliche Mast und Aufzucht stattfand sowie das Land der Schlachtung. (Noch) nicht betroffen sind verarbeitete Fleischprodukte.

Stellungnahme
Kommissionsbericht zur Herkunfts-Kennzeichnung
Bild

Der BLL sieht den Bericht der Europäischen Kommission zur verpflichtenden Herkunfts-kennzeichnung bei Fleisch, das als Zutat verwendet wird, als gute Grundlage für die Diskussion, die hierzu auf europäischer Ebene nun geführt werden wird.

Zurzeit beschäftigt sich der EU-Gesetzgeber mit Folgenabschätzungen zu weiteren Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten, u.a. zu Milch und Milch als Zutat zu Milchprodukten, unverarbeiteten Lebensmitteln und Lebensmitteln aus einer Zutat und zu Zutaten, die mehr als 50 Prozent eines Lebensmittels ausmachen. Diese Prüfungen sollen bis Ende 2014 abgeschlossen sein und dann ebenfalls Grundlage etwaiger Regelungen zu entsprechenden Herkunftskennzeichnungspflichten werden. Die Folgenabschätzungen (Impact Assessments) müssen den gesetzlichen Regelungen vorgeschaltet werden, denn damit wird geprüft, welche Verpflichtungen mit welchem Aufwand verbunden sind. Nur so kann auf der einen Seite dem Verbraucherinteresse nach mehr Information über die Herkunft von Lebensmitteln ebenso Rechnung getragen werden, wie auf der anderen Seite den potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen solcher Verpflichtungen auf die Unternehmen.
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