Nanotechnologie im Lebensmittelbereich:
Es gibt keine Schokoriegel mit Nanoteilchen!
Aufgrund einer Meldung des Umweltbundesamtes (UBA) kursieren falsch interpretierte Aussagen durch die Presse:
Falsch ist:
Jede Aussage, die den irreführenden Eindruck erweckt, dass in Lebensmitteln gegenwärtig Nanotechnologie angewandt wird oder dass es gar konkrete Produkte wie "Schokoriegel mit Nanoteilchen" auf dem Markt gibt.
Richtig ist:
Das Umweltbundesamt trifft in seinem 25-seitigen Bericht zur Nanotechnik die Aussage, dass es gelte, die großen Chancen der Nanotechnologie zu nutzen und mögliche Risiken zu minimieren.
Die Lebensmittelbranche befasst sich auch mit dieser zukunftsweisenden Technologie und diskutiert einzelne Anwendungen, insbesondere im Bereich der Verpackungen. Jedoch gibt es derzeit keine konkreten Lebensmittel auf dem Markt, in denen Stoffe wie Titandioxid in nanoskaliger Form zum Einsatz kommen.
"Nanoprodukte" sind innovativ und hilfreich im Alltag in vielen Lebensbereichen, wie auch das Umweltbundesamt in seinem Bericht ausdrücklich betont. Die Lebensmittelwirtschaft schließt sich grundsätzlich der Forderung nach Sicherheitsprüfungen an. Wenn in der Zukunft Nanopartikel in Lebensmitteln zum Einsatz kämen, würde nach strengen lebensmittelrechtlichen Gesichtspunkten die Sicherheit dieser Lebensmittel geprüft werden. Für derartige neue Lebensmittel besteht sogar ein gesetzlicher Erlaubnisvorbehalt. In die Zukunft gerichtet zeigt sich die Lebensmittelwirtschaft offen und interessiert an Forschungsergebnissen und Neuentwicklungen in diesem Bereich. Nach heutiger Sachlage sind diese jedoch vorwiegend bei innovativen Verpackungslösungen zu erwarten. Es ist dabei eine absolute Selbstverständlichkeit, dass alle Rechtsvorschriften strikt eingehalten werden.
Sachstands- und Positionspapier des BLL zu Nanotechnologie in Lebensmitteln
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