BLL - Bund für Lebensmittelrecht und LebensmittelkundeBLL - Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde

Deutschland bei Lebensmittelsicherheit weit vorn


Berlin, 26.04.2007

"Die Kette der Lebensmittelherstellung in Deutschland zählt zu
den sichersten weltweit", erinnerte Theo Spettmann, Präsident des BLL - Bund für
Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. - auf der diesjährigen
Jahrestagung des Spitzenverbandes. Lebensmittelsicherheit ist eine tägliche
Herausforderung für alle Beteiligten bei der Herstellung, Überwachung und
Verwendung von Lebensmitteln.

Der notwendige rechtliche Rahmen für Lebensmittelsicherheit ist in Europa
weitgehend geschaffen, muss aber mit Blick auf eine bessere Regulierung überprüft
werden. Es mangele auch nicht an Recht, sondern an seiner konsequenten
Durchsetzung, so Spettmann. Hier sieht der BLL Verbesserungsbedarf bei der
Lebensmittelüberwachung. "Wir brauchen mehr Transparenz und eine bessere
Qualität in der Überwachung", forderte ebenso Staatssekretär Dr. Gert Müller,
Bundesministerium Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; "dazu
gehören auch einheitliche Standards der Bundesländer."

Catherine Geslain-Laneélle, Geschäftsführende Direktorin der Europäischen Behörde
für Lebensmittelsicherheit EFSA, beschrieb die Rolle ihrer Institution und hob dabei
die große Bedeutung ihrer Unabhängigkeit und Wissenschaftsorientierung hervor.
Die streng wissenschaftsbasierten Bewertungen der EFSA seien fundamental für die
europäische Lebensmittelsicherheit.

Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär BMELV, Catherine Geslain-Lanéelle, Geschäftsführende Direktorin EFSA, Dr. Theo Spettmann, Präsident BLL e. V.



"Zahlreiche moderne Managementsysteme sorgen heute in den Unternehmen für
mehr Sicherheit", verkündete der Praxisexperte Dr. Roland Stalder, Leiter des
Qualitätsmanagements von Nestlé. Um ein Mehr an Vertrauen beim Verbraucher zu
erreichen, müsse jedoch in der Kommunikation weiter gearbeitet werden.

Wie im Bereich Sicherheit nimmt die Lebensmittelbranche auch auf dem Gebiet
Verbraucherinformation ihre Verantwortung wahr, und dies über zahlreiche Wege.
Zum Beispiel widmet sich die Wirtschaft verstärkt Aktivitäten, das Informationsangebot
zum Nährwert von Lebensmitteln auszubauen. "Der BLL hat eine Empfehlung an seine Mitglieder gerichtet" berichtete Spettmann: "Der Gehalt an Energie, Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sollte, soweit sinnvoll und praktikabel, im Rahmen einer freiwilligen Kennzeichnung auf der Verpackung stehen". Spettmann warnte aber auch vor falschen Schlüssen im Hinblick auf die Übergewichtsproblematik: "Dieses Mehr an Kennzeichnung wird die Menschen nicht dünner machen". Dafür müsse sich der Energie-Output ändern. Entscheidend ist das Gleichgewicht von Ernährung und Bewegung im Rahmen eines gesunden
Lebensstils.

Auch Staatssekretär Müller betonte die Bedeutung der Balance von Ernährung und
Bewegung. "Es gibt keine ungesunden Lebensmittel!" Mit dieser Aussage stellte
Müller klar, dass es in der Debatte um Übergewicht um die Förderung eines
gesunden Lebensstils und nicht um Diskriminierung von einzelnen Lebensmitteln
geht. "Jeder Einzelne ist für sich selbst und seine eigene gesunde Lebensweise
verantwortlich", erinnerte Müller. Diese Eigenverantwortung müsse gesteigert und
Bewegungsförderung groß geschrieben werden.

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören
Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette – Industrie, Handel,
Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete – an.


Ihr Ansprechpartner:
Dr. Andrea Moritz
Bund für Lebensmittelrecht
und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn
Tel.: +49 228 81993-126
Fax: +49228 8 993-226
E-Mail: amoritz@bll.de
Internet: www.bll.de
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