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Einfluss von Fernseh- und Computerspielgewohnheiten


Eine Studiengruppe in München untersuchte 2001 den Einfluss von Fernseh- und Computerspielgewohnheiten auf die Entwicklung von Übergewicht bei Schulanfängern in Bayern.

Ergebnisse:

75% der 6584 in dieser Studie berücksichtigen Kinder nutzen täglich elektronische Medien, d.h. Fernsehen und Videospiele. Kinder, die diese Medien bis zu 2 Stunden pro Tag konsumieren, haben ein um 40% höheres Risiko für Übergewicht gegenüber Kindern, die nie bis selten elektronische Medien konsumieren. Bei einem Konsum von über 2 Stunden pro Tag ist das Risiko sogar 70% höher.

Methodik:

Es wurden Daten aller 5- und 6-jährigen deutschen Kinder der Schuleingangsuntersuchungen 1999/2000 aus 6 bayerischen Gemeinden erhoben, hierunter fielen auch Angaben zum Gewicht und Größe. In Zusatzbögen wurden detaillierte Angaben zur Entwicklung und Gesundheit des Kindes, zur Lebenssituation, Ernährung und dem Freizeitverhalten abgefragt. Für den elektronischen Medienkonsum wurde Fernsehen und die Nutzung von elektronischem Spielzeug erfragt. Störgrößen (Verzehr von Snacks beim Fernsehen, regelmäßige Aktivitäten des Kindes in einem Sportverein, die elterliche Bildung, das elterliche Gewicht sowie das Rauchen der Mutter) wurden in die statistische Auswertung für die Risikobewertung einbezogen.

Quelle:
Kalies H, Koletzko B, von Kries R (2001): Übergewicht bei Vorschulkindern - der Einfluß von Fernseh- und Computerspielgewohnheiten. Kinderärztliche Praxis Nr.4: S227-234
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